Ramsauer und die deutsche Sprache

Da scheint Minister Ramsauer offensichtlich ziemliche Langeweile zu haben.

Gelesen in Spiegel online:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,736912,00.html

„Laptops“ werden „Klapprechner“ genannt und „Tickets“ nur noch „Fahrscheine“. Als Wahrer der deutschen Sprache führt Peter Ramsauer im Verkehrsministerium ein strenges Regiment. Seinen Kampf gegen Anglizismen sieht er als Kampf gegen die „Nöte, Sorgen und Probleme der Menschen“.


Berlin – Peter Ramsauer ist Verkehrsminister – doch der CSU-Politiker hat sich auch der Pflege der deutschen Sprache verschrieben. Und dabei sieht er sich auf dem richtigen Weg. Seine Initiative zur Rückübersetzung von Anglizismen in die deutsche Sprache bezeichnete Ramsauer im „Tagesspiegel“ als Erfolg. Seinen Kabinettskollegen rate er zur Nachahmung. Auf Ramsauers Veranlassung hin werden seit einigen Monaten englische Begriffe im Verkehrsministerium nicht mehr verwendet. Statt „Laptop“ heißt es dort nun „Klapprechner“, „Tickets“ werden „Fahrscheine“ genannt und „Flipcharts“ heißen im Ministerium offiziell nur „Tafelschreibblock“.
Die Kampagne habe ihm „Tausende Zuschriften und Anrufe“ auch aus der Bevölkerung einbracht, sagte Ramsauer. Es habe „100 Prozent Zustimmung“ gegeben. Die Einsicht daraus sei für ihn als Politiker: „Dem Volk aufs Maul geschaut! Und schon weiß ich, was die Nöte, Sorgen und Probleme der Menschen sind. Und vor allen Dingen, was ich zu tun habe, um Abhilfe zu schaffen.“Die Benutzung von immer mehr englischen Begriffen auch in der Politik schließe die Bevölkerung zu großen Teilen aus, sagte Ramsauer. Darum wolle er die Zahl von Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch eindämmen.Ramsauer will seine Leidenschaft für die deutsche Sprache auch auf die Bahn AG ausdehnen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es auch in dem Konzern zu einer Rückübersetzung von englischen Begriffen kommen werde. Der Minister erklärte, Bahnchef Rüdiger Grube sei ein „pragmatischer und handfester Mann“, der in seinem Unternehmen in jeder Hinsicht aufräumen werde.

Meine Meinung:
Wie man nun den Mitarbeitern in seinem Ministerium die Anglizismen austreiben will, erschließt sich mir nicht. Das wäre ungefähr so, als wenn man den Angestellten eine Laufgeschwindigkeit vorschreiben wollte. „In meinem Ministerium müssen Sie sich mit mindestens 7km/h fortbewegen“. Oder man könnte den weiblichen Angestellten vorschreiben nur noch Röcke und Zopf zu tragen, weil sich das für ein anständiges deutsches Mädchen so gehört. Diese Art von Gängelung gab es schon mal, aber das war vor meiner Geburt.

Lieber Herr Ramsauer, Menschen sind keine Marionetten und lassen sich nicht so einfach steuern getreu dem Pippi Langstrumpf Lebensmotto: Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt.
Aus welchem Grund man den Großteil der Bevölkerung durch Verwendung von Anglizismen ausschließt, leuchtet auch nicht ein. Also entweder hat dieser Teil der Bevölkerung beim Englischnunterricht nicht aufgepaßt, oder der Teil der Bevölkerung den Herr Ramsauer meint ist mir nicht bekannt.
Herr Ramsauer, you are heavy on the woodway and your idea knocks me out of the socks!
Nehmen Sie Ihren Klapprechner mit dem Betriebssystem Fenster 7 von der Firma Winzigweich und schreiben mir ein elektronische Post.

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